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Workshop: Konzepte und Methoden für eine quantitative Raumplanung des Untergrundes

Eine Veranstaltung des ANGUS Projekts
Wann
18.05.2017 von 10:00 bis 17:00 (Europe/Vienna / UTC200)
Wo
KITZ – Kieler Innovations- und Technologiezentrum
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Der Ausbau von unterirdischen Energiespeichern in Form von Porengas- oder Kavernenspeichern sowie von geologischen Wärmespeichern oder der Nutzung von tiefer Geothermie kann einen Beitrag zur Energiewende und zur verstärkten Nutzung von Erneuerbaren Energien liefern. Diese Nutzung von Untergrundformationen kann jedoch mit anderen Nutzungen des Untergrundes in Konflikt geraten, wie z.B. vor einigen Jahren mit den Planungen für die Einlagerung von Kohlenstoffdioxid oder der jetzt vorgesehenen weiträumigen Reservierung von geologischen Formationen für Zwecke der Endlagererforschung. Die vielfältige Nutzung des Untergrundes führt so wiederholt und vermehrt zu Situationen, in denen eine fachlich begründete, raumplanerische Regelung dazu beitragen kann, Untergrundgegebenheiten nutzbringend für die Entscheidung bezüglich der Nutzungsformen zu berücksichtigen und Interessenkonflikte abzuwägen. Für die unterirdische Energiespeicherung sind der sich entwickelnde kapazitäre und räumliche Bedarf sowie die Auswirkungen der Nutzungsprozesse jedoch nicht wie bislang nur qualitativ zu diskutieren. Vielmehr ist es erforderlich, die tatsächlich relevanten Prozesse zu identifizieren und die Auswirkungen der Energiespeicherung auf den Untergrund quantitativ zu bestimmen. Damit können  raumordnerische Konzepte sowie ein Monitoring der unterirdischen Energiespeicherung angemessen berücksichtigt, und sowohl Fragen zur Erlaubnisfähigkeit als auch zu Planungsmöglichkeiten solcher Energiespeichermaßnahmen angemessen betrachten werden. Ziel des Workshops ist es, zunächst die künftige rechtliche Stellung der unterirdischen Energiespeicherung aus Sicht von Politik und Behörden in den Disziplinen der Raumplanung und der Geowissenschaften zu beleuchten und dabei auch zu diskutieren, inwiefern mit der unterirdischen Energiespeicherung raumbedeutsame Maßnahmen vorliegen, welche letztlich eine Berücksichtigung in der Regionalplanung implizieren. Daraufhin werden die entwickelten Konzepte des Forschungsvorhabens ANGUS+ bezüglich einer unterirdischen Energiespeicherung vorgestellt, sowie die  benötigte Datengrundlage, die benötigten numerischen Simulationsmodelle und das umgesetzte Prozessverständnis an ausgearbeiteten Beispielen zu quantitativen  Auswirkungen von Porengasspeichern sowie Wärmespeichern dargestellt. Auf dieser Grundlage wird dann von allen Teilnehmern des Workshops die Nützlichkeit der vorgestellten Methoden für die Anwendbarkeit raumordnerischer Aspekte in kleineren Gruppen diskutiert werden können.

Zu diesem Workshop möchten wir Sie ganz herzlich einladen und freuen uns über Ihr Kommen.
Frank Dethlefsen, Sebastian Bauer und Andreas Dahmke

 

Das Workshop-Programm ist hier verfügbar. Um Anmeldung bis zum 08.05.17 per E-Mail an Frau Birgit Jacobsen wird gebeten: