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Die Sonne aus dem Untergrund: ANGUS in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung berichtet am 01.02.2018 über ANGUS Forschung und Stimmen vom ANGUS Smposium 2017 zur Rolle saisonaler Wärmespeicher in der Energiewende.

Zum Artikel: "Die Sonne aus dem Untergrund" von Christopher Schrader

SZ 20170131 Die Sonne aus dem Untergrund

 

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Prof. Bauer und Prof. Dahmke im Interview zur saisonalen Wärmespeicherung

Springer Professional veröffentlicht in der online-Sparte Energie + Umwelt ein Interview mit Prof. Sebastian Bauer und Prof. Andreas Dahmke. Die Koordinatoren des ANGUS Forschungsvorhabens äußern sich hier zur Rolle des Wäremesektors in der Energiewende: "Großskalige saisonale Wärmespeicher werden benötigt"

>> Zum Interview bei SpringerProfessional

 Interview SpringerProfessional

 

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Saisonale unterirdische Wärmespeicher können Kohlekraftwerke bei der Wärmeversorgung ersetzen: ANGUS Symposium „Energiespeicherung im geologischen Untergrund“

 

Der aus Klimaschutzgründen dringend notwendige Umbau des Energieversorgungssystems hin zu erneuerbaren Energiequellen bringt nicht nur die Herausforderung eines stark fluktuierenden Energieangebotes mit sich. Sehr bedeutend ist auch die Frage, wie die erforderlichen Energiemengen für den Wärme- und Mobilitätssektor, die derzeit ungefähr die dreifache Energiemenge des Stromsektors benötigen, ohne massive Umweltauswirkungen nachhaltig dargestellt werden können. Aktuell zeigt sich die Relevanz dieser Frage bei den Diskussionen über den Kohleausstieg. Was die Stromerzeugung betrifft, wäre er möglich, seine Konsequenzen für die Wärmeversorgung werden jedoch kaum wahrgenommen.

Die Energiewende sieht vor, dass die Energieversorgung in Deutschland bis 2050 zu 60 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird. Insbesondere für die Wärmeversorgung müssten daher zusätzliche erneuerbare Quellen sowie industrielle Ab- oder Prozesswärme oder Wärme aus der Gebäudeklimatisierung erschlossen werden, um fossile Energien und somit Kohlekraftwerke ersetzen zu können. Am Dienstag, den 28. November, trafen sich rund 100 Expertinnen und Experten in Kiel, um sich über den Status quo und über zukünftige Bedarfe an unterirdischen Energie- und Wärmespeichern auszutauschen. Anlass ist die Fortführung des Projekts ANGUS (Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrundes als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) bis Ende 2020 mit 6,6 Millionen Euro gefördert wird. Das Projekt wird durch das Institut für Geowissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) koordiniert. Die Verbundpartner kommen von der Hochschule Flensburg, von der Europa-Universität Flensburg, von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig.

Dr. Robert Habeck: „Wir haben als Gesellschaft die Aufgabe, den Klimaschutz umzusetzen. Die Zeit galoppiert uns davon. Deshalb müssen wir vorangehen: Wir müssen nicht nur die Erneuerbaren Energien und Stromnetze ausbauen, sondern die nächsten Phasen beginnen. Die Energiewende ist nämlich keine reine Stromwende, sondern wir müssen sie mit Wärme, Verkehr und Industrie verzahnen. Dazu müssen wir auch den Blick auf unterirdische Speichermöglichkeiten richten, denn die Nutzung an der Oberfläche stößt auch an Grenzen. Landwirtschaft, Infrastruktur, Gewerbegebiete, Energiewende und vieles mehr – die Konflikte strapazieren die Kompromissfähigkeit des Landes. Deshalb gilt es, die Potenziale, die der Untergrund für Energiewende und Klimaschutz bietet, umweltverträglich zu nutzen.“

Robert Habeck betonte zum Forschungsprojekt ANGUS: „Wir müssen nicht nur die Erneuerbaren Energien und Stromnetze ausbauen, sondern die nächsten Phasen beginnen.“ Foto/Copyright: Raissa Maas, CAU
Foto/Copyright: Raissa Maas, CAU

Kiels Universitätspräsident Professor Lutz Kipp betonte bei der Eröffnung des Symposiums, dass die Hochschulen und Forschungsinstitutionen gerade bei der globalen Schicksalsfrage des Klimawandels gefordert seien, noch stärker als bisher ihre Aufgabe in einer aufgeklärten Gesellschaft auszufüllen: „An der Kieler Universität stellen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen dieser Herausforderung in der Grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung ebenso wie in der Ausbildung von Fachkräften. Wenn Entschädigungszahlungen für abgeschaltete Windmühlen von zum Teil 300 Millionen Euro jährlich weit höher sind als der Etat aller schleswig-holsteinischen Hochschulen zusammen, dann besteht dringender systemischer Optimierungsbedarf, den wir als Universität gerne mitgestalten.“

Ein inhaltlicher Schwerpunkt des Symposiums waren Wärmeversorgungskonzepte für Städte. Professor Andreas Dahmke von der CAU stellte fest: „Die regenerative Wärme- und Kälteversorgung von Städten ist auch international einer der bedeutendsten Hebel für die Energiewende und einer der Schlüssel für den Kohleausstieg. Die Nutzung saisonaler unterirdischer Wärmespeicher eröffnet dabei die Möglichkeit, Wärmekraftwerke basierend auf fossilen Brennstoffen sogar schon mittelfristig teilweise ersetzen zu können“. Professor Sebastian Bauer, ebenfalls CAU, ergänzte: „Es existieren in Städten gerade in den Sommermonaten eine Reihe potenzieller Wärmequellen, deren Einbindung in die städtische Wärmeversorgung möglich wird, wenn saisonale Wärmespeicher verfügbar sind. Heute sind wir soweit, dass wir bei relativ geringer Raumbeanspruchung von weniger als 10 Prozent der oberen 200 Meter des geologischen Untergrunds Wärme- und Kältespeicher mit den entsprechend großen Kapazitäten errichten und deren Umweltauswirkungen, wenn auch mit gewissen Unsicherheiten behaftet, prognostizieren können.“

Grundvoraussetzung dafür sei jedoch ein großräumiges und nachhaltiges Wärmemanagement des Untergrundes, ist sich Bauer sicher. Wie die Projektarbeiten zeigten, könnten unterirdische Energiespeicher sehr große Speicherkapazitäten und ein breites Spektrum an Be- und Entladeraten bieten. Damit könnten diese Speicher auf unterschiedliche Arten in die Energiesysteme integriert werden und dort sowohl lang- als auch kurzfristige Speicherdienste erbringen. Professor Olav Hohmeyer (Universität Flensburg) erklärte dazu: „Unterirdische Energie- und Wärmespeicher stellen bei der Energiesystemtransformation wesentliche Bausteine für eine 100-prozentige regenerative Energieversorgung dar. Sie können auch bei der Kopplung des Wärme- und Stromsektors einen Beitrag zur Integration erneuerbarer Energiequellen leisten.“

Präsentierten auf dem ANGUS Symposium das Forschungsprojekt ANGUS (v.l.): Sebastian Bauer, Olav Hohmeyer, Lutz Kipp, Andreas Dahmke. Foto/Copyright: Raissa Maas, CAU
Foto/Copyright: Raissa Maas, CAU


Entsprechende erste Beispiele und Konzepte für die Einbindung saisonaler Wärmespeicher wurden während des Symposiums von Kai Radmann (CONSULAQUA Hamburg) für Hamburg, von Gregor Bussmann (Bochum) für Nordrhein-Westfalen und von Bas Godschalk (Arnheim) für die Niederlande präsentiert, wo diese bereits im größeren Maßstab eingesetzt werden. Dr. Joachim Wege (HFK) unterstrich in der anschließenden Diskussionsrunde, dass nach seiner Meinung saisonale Wärmespeicher wie Dämmmaßnahmen betrachtet werden müssten, die Wohnungswirtschaft jedoch verbindliche gesetzliche Rahmenbedingungen bräuchte, um hier aktiv werden zu können.

„Der Einsatz unterirdischer Energiespeicher setzt einen nachhaltigen, geplanten und ressourcenschonenden Umgang mit dem geologischen Untergrund und damit die entsprechenden Planungsinstrumente voraus, um ungewollte Auswirkungen und Nutzungskonkurrenzen auszuschließen“, so Professor Sebastian Bauer. Christiane Lohse und Bernd Kirschbaumer (beide Umweltbundesamt) betonten hierzu, dass bei einer verstärkten geothermischen Nutzung des urbanen Untergrundes zum Klimaschutz in der Stadt der Nachhaltigkeitsgedanke sowohl gegenüber dem Klima als auch den untertägigen Grundwasserressourcen gewahrt werden müsse.

„Da die Errichtung von urbanen Wärmespeichern kurzfristig möglich und aufgrund des Klimawandels auch gefordert ist, müssen die vorhandenen Kenntnisse und entwickelten Konzepte auch in die Anwendung gebracht werden“, fasste Professor Andreas Dahmke die Diskussion zusammen. „Hierzu wird an der Universität Kiel derzeit das Geo-Energie Kompetenzzentrum gegründet, das als Ansprechpartner dafür dienen soll.“

 Quelle: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Presse, Kommunikation und Marketing

 

 
 Pressespiegel zum ANGUS Symposium:

Kieler Nachrichten (Ressort Wirtschaft) am 29.11.17

KN Wirtschaft

Kieler Nachrichten (Kommentar) am 29.11.17:

KN Kommentar
SHZ am 28.11.2017:

SHZ
Lübecker Nachrichten am 28.11.17:

LN online
FOCUS Online am 28.11.17:

FOCUS online Snapshot
Energetisch Bauen und Sanieren am 28.11.17:

EnBauSa Snapshot
GreenTech am 28.11.17:

greentech Snapshot
Informationsdienst Wissenschaft am 28.11.17:

idw Snapshot
SOLARIFY am 29.11.17:

solarify Snapshot
Transforming Cities am 29.11.17:

Transforming Cities Snapshot
NDR Schleswig-Holstein Magazin am 28.11.17:

NDR Schleswig-Holstein-Magazin Snapshot

SZ am 01.02.2018:

SZ 20170131 Die Sonne aus dem Untergrund

 

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Auszeichnung der EGU: OSPP Award für Adrian Metzgen (CAU)

Auf der diesjährigen Tagung der European Geosciences Union (EGU) erhielt Adrian Metzgen (CAU) die Outstanding Student Poster and PICO (OSPP) Auszeichnung der EGU Division Energy, Resources and the Environment: https://www.egu.eu/awards-medals/ospp-award/2017/adrian-metzgen/

Auf dem ausgezeichneten Poster stellen Adrian Metzgen und seine Mitverfasser (Márton Berta, Frank Dethlefsen, Markus Ebert und Andreas Dahmke) im Rahmen des Forschungsvorhabens ANGUS erarbeite Ergebnise seiner B.Sc. Thesis zu Auswirkungen von Gasleckagen aus unterirdischen Speichern auf oberflächennahe Aquifere vor: zum Poster "Impact of pH on hydrogen oxidizing redox processes in aquifers due to gas intrusions" 

 

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Auszeichnung des Bundesverbandes Geothermie: Klas Lüders (CAU) als bester Nachwuchswissenschaftler

Auf dem Geothermiekongress 2017 erhielt Klas Lüders aus der AG Angewandte Geologie - Aquatische Geochemie und Hydrogeologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter der Leitung von Prof. Andreas Dahmke den Preis des Bundesverbandes Geothermie als bester Nachwuchswissenschaftler. Ausschlaggebend für die Auszeichnung waren "seine zukunftsweisenden Leistungen im Bereich der Erforschung und Bewertung von hydrogeochemischen Prozessen in unterirdischen Wärmespeichern" (http://www.geothermie.de/news-anzeigen/2017/09/14/dgk-2017-geothermiekongress-mit-uber-700-besuchern-ausverkauft.html).

In seiner durch den Bundesverband Geothermie ausgezeichneten Arbeit im Rahmen des ANGUS Forschungsvorhabens untersuchte Klas Lüders insbesondere die temperaturabhängige Gasphasenbildung in der Umgebung unterirdischer Wärmespeicher im Hinblick auf deren Auswirkungen auf die hydraulische Leitfähigkeit, Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität des Grundwassers und entwickelte Schnelltestmethoden zur Unteruchung standortspezifischer Veränderungen der hydrogeochemischen Grundwasserzusammensetzung als Funktion der Temperatur.

 

Der Präsident des Bundesverbandes Geothermie Dr. Erwin Knapek überreicht Klas Lüders (CAU) den Preis als bester Nachwuchswissenschaftler

Der Präsident des Bundesverbandes Geothermie Dr. Erwin Knapek gratuliert Klas Lüders (CAU) zur Auszeichnung als bester Nachwuchswissenschaftler.
(Bildquelle: Bundesverband Geothermie / StefanWeberPhotoAr)

 

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ANGUS II bei stadt+werk

Die Zeitschrift stadt+werk berichtet über das ANGUS II Forschungsvorhaben im Artikel "Energiespeicher in der Unterwelt" (Ausgabe 7/8 2017).

stadt+werk Snapshot

 

 

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Pressemitteilung zum ANGUS II Projektstart

Am 11. April 2017 veröffentlichte die CAU eine Pressemitteilung über das Verbundvorhaben ANGUS II anlässlich des Projektstarts im Januar 2017:

http://www.uni-kiel.de/pressemeldungen/index.php?pmid=2017-073-energiespeicher

Uni Kiel  _  Energiespeicher in der Unterwelt_Seite_1.pngUni Kiel  _  Energiespeicher in der Unterwelt_Seite_2.png

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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